Husten – Wenn das Immunsystem geschwächt ist!

Husten – Wenn das Immunsystem geschwächt ist! 

Die 3 häufigsten Arten, woher sie kommen und was man dagegen machen kann!

Die 3 häufigsten Hustenarten gliedern sich in Reizhusten (trockener Husten), produktivem Husten und akutem vs. chronischem Husten auf, denn die Ursachen sind ganz unterschiedlich.

Was ist Husten?

Husten ist ein Symptom und meistens keine eigenständige Krankheit. 
Im Verlauf einer Erkältung zeigt sich anfangs trockener Reizhusten und entpuppt sich nach wenigen Tagen in verschleimten Husten. Dabei kommt es zu Absonderungen von Schleimpartikeln, die klar oder verfärbt sein können. 

Warum husten wir eigentlich?

Um die Atemwege von Substanzen zu reinigen, husten wir. Wir stoßen Luft mit einer hohen Geschwindigkeit aus. Eine reine Selbstschutzfunktion des Körpers.

Hustenarten

 1.    Reizhusten
Beim Reizhusten ist die Rachenschleimhaut gereizt und Husten kann sehr leicht ausgelöst werden. Die Atemwege werden bei dieser Hustenart nicht gereinigt, da kein Auswurf produziert wird. Aus diesem Grund wird der Reizhusten auch unproduktiver Husten genannt. Er tritt vor allem in der Zeit auf, in der wir der trockenen Heizungsluft im Auto, zu Hause oder im Job ausgesetzt sind.

Mögliche Ursachen

    •  Fremdkörper
    • Trockene Raumluft
    • Allergische Reaktion
    • Tumore
    • Kehlkopfentzündung
    • Entzündung der Luftröhre
    • Schadstoffe, wie Staub, Gase, verschiedene Chemikaliendämpfe
    • Reizung der oberen Atemwege (Nase, Nebenhöhlen und Rachenraum)
    • Nebenwirkungen bestimmter Medikamente 

Was hilft bei Reizhusten?
Der Speichelfluss muss erhöht werden und die Atemwege müssen befeuchtet werden. Um den Speichelfluss anzuregen, eignen sich Lutschpastillen oder Hustenbonbons sehr gut. Viel trinken ist sehr wichtig, vor allem Tees (keine reizenden Fruchtsäfte). Ähnlich ist es bei Milch mit Honig. Diese Mittel haben eine Gemeinsamkeit, nämlich dass sie selbst Schleimstoffe produzieren. Die Schleimstoffe legen sich auf die trockenen Atemwege und bilden einen schützenden Film. Ein Besuch beim Arzt kann trotzdem nicht schaden.

 2.    Produktiver Husten 
Nach einigen Tagen Reizhusten tritt eine vermehrte Schleimbildung auf, nun sprechen wir vom produktiven Husten. Der Körper versucht mit dem Abhusten die Atemwege zu reinigen – hier gilt es diese Funktion zu unterstützen und nicht zu unterdrücken.

Mögliche Ursachen

    • Chronische Bronchitis
    • Asthma bronchiale
    • Rückfluss von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre
    • Überproduktion von Schleim in Nase und Nasennebenhöhlen mit Schleimabfluss in den Rachen
    • Linksseitige Herzschwäche

 

Was hilft bei produktivem Husten?
Ganz oben auf der Liste steht natürlich wieder „viel trinken“, vor allem warm (1-2 Liter/Tag). Flüssigkeiten verflüssigen den Schleim in den Atemwegen. Empfehlenswert ist hier wieder der Besuch beim Arzt.

3.    Akuter vs. chronischer Husten

Akut
Der akute Husten dauert ca. 3 - 4 Wochen. Häufigste Ursache sind Infektionen, die durch Viren und Bakterien ausgelöst wurden. Betroffen sind demzufolge die oberen und unteren Atemwege.

 Mögliche Ursachen

    • Allergien
    • Allergisches Asthma
    • Akute Vergiftungen durch Schadstoffe
    • Luftansammlung in der Brusthöhle

Chronisch
Dauert der Husten länger, als 4 Wochen an, spricht man vom chronischen Husten. Die Ursachen sind unterschiedlich und der Besuch beim Hausarzt ist dringend notwendig. Hält der Husten an, kann dieser auch psychisch bedingt sein. In diesem Fall sprechen Ärzte vom sogenannten „psychogenen Husten“.

Mögliche Ursachen 

    • Jahrelanges Rauchen
    • Einatmen von Industriestaub
    • Asthma bronchiale
    • Allergien
    • Chronische Bronchitis
    • Chronische Nasennebenhöhlenentzündung
    • Lungenentzündung
    • Tuberkulose
    • Zerstörung der Lungenbläschen
    • Stimmbandlähmung
    • Chronische Vernarbung des Lungengewebes
    • Nebenwirkungen von eingenommenen Medikamenten
    • Lungenkrebs
    • Blutstau in der Lunge bei Herzschwäche
    • Herzinfarkt oder Herzmuskelentzündung
    • Nahrungsmittelunverträglichkeit
    • U.v.m.

Was hilft bei chronischem Husten?
Hustenblocker und -löser und Antibiotika sind bei chronischem Husten, je nach Schwere und Stadium des Hustens, leider meist unverzichtbar. 

Damit dein Immunsystem gestärkt und gut auf Krankheitserreger vorbereitet ist, ist die richtige und frühzeitige Vorbeugung wichtig und ausschlaggebend. Der bekannteste Indikator zur Vorbeugung ist das Vitamin C. Beispielsweise fällt bei einer Erkältung der Vitamin C Gehalt drastisch ab. Denn der Körper verbraucht in den ersten Tagen einer Erkältung mehr als 50% des Vitamins, um Viren und Bakterien abzuwehren.

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