Wechselwirkungen: Wie Lebensmittel auf Medikamente wirken

 

Wer kennt es nicht? Bei Erkältung rät üblicherweise jeder Arzt und Apotheker: „Nehmen Sie drei Tabletten täglich, eine Stunde vor jeder Mahlzeit ein!“. Dass bestimmte Medikamente vor dem Essen zugeführt werden sollen, hat einen bestimmten Grund. Denn auf vollen Magen wirkt die Medizin deutlich später als auf nüchternen Magen. Natürlich gibt es auch Medikamente, die zu oder nach dem Essen genommen werden, da manche Substanzen das Verdauungssystem reizen und in dem Fall magenfreundlicher sind. Aber nicht nur der Zeitpunkt der Einnahme ist wichtig. 

Viele Lebensmittel haben eine ungute Eigenschaft auf einige Wirkstoffe in Arzneimitteln. Die Einnahme von Tabletten mit koffeinhaltigen Getränken oder Milch können zu unerwünschten Wechselwirkungen führen. Noch schlimmer ist der Konsum von Alkohol während der Genesungsphase. Es sollte dir bewusst sein, dass schon bei kleinen Mengen Alkohol, der Körper sich darauf begrenzt den Alkohol im Blutkreislauf zu verarbeiten und dem Körper die nötige Energie entzieht die Krankheit zu bekämpfen. Aber nicht nur die bereits genannten Lebensmittel sind kontraproduktiv bei der Zunahme von Medizin.

„Bei Risiken oder Nebenwirkungen, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“

In Milch, Milchprodukten und einigen Mineralwässern ist das Mineral Kalzium zu finden. Dieses kann die Wirkung von Antibiotika schwächen. Kalzium und einige Wirkstoffe in Antibiotika gehen eine schwerlösliche Verbindung einher, weswegen die Mittel vom Körper nicht gut aufgenommen werden. Ähnlich verhält es sich mit Osteoporose-Mittel. Manche der Arzneistoffe in Bisphosphonaten bilden durch den Mineralstoff Kalzium Komplexe, welche sich negativ auf den Körper auswirken können. Doch zu pauschalisieren, dass Milch jedes Antibiotikum entkräftet wäre falsch. Aber um sicher zu gehen und eine Wechselwirkung zu verhindern, solltest du Tabletten stehts mit Trinkwasser schlucken.

Während sich Kalzium negativ auf Antibiotika und Osteoporose-Mittel auswirkt, können fettreiche Mahlzeiten den gewünschten Effekt verstärken. Denn während die Leber damit beschäftigt ist, die fettige Nahrung zu verdauen, können sich Medikamente wie Propranolol an der Leber vorbeischleichen. Andernfalls würden die Tabletten bereits in der Leber zum kleinen Teil abgebaut werden. Das kann die Wirkung minimal schwächen. Hingegen kann der übermäßige Verzehr von grünem Gemüse, das das Vitamin K enthält, negativ auf den Organismus wirken. Die Wirkstoffe Phenprocoumon und Warfarin werden durch das besagte Vitamin abgeschwächt.

Wechselwirkung bei Vitaminen

Vitamine sind wichtig für unseren Körper. Doch auch hier können einige Fehler gemacht werden. Dass Kalzium und Vitamin K bestimmte Arzneistoffe abschwächen kann, haben wir bereits erfahren. Auch andere Vitamine können die Wirksamkeit von Medikamenten verringern. Aber während Vitamine die Wirkung von Medizin lediglich abmildern, können sie in falscher Kombination sich gänzlich ausschließen. Deshalb sollte man bestimmte Mineralstoffe besser zeitversetzt zu sich nehmen, um eben einer Wechselwirkung vorzubeugen. Auch der Zeitpunkt des Verzehrs ist wichtig. Im besten Fall am Morgen mit einem Frühstück. Das ist besonders für die fettlöslichen Vitamine A, D, K und E wichtig. Andernfalls kann der Körper diese Stoffe nicht aufnehmen.

Das alles bringt allerdings nichts, wenn du eine unregelmäßige Einnahme mit einem ungesunden Lebensstil kombinierst. Der ständige Wechsel zwischen der Optimal- und Unterversorgung hat, auf langer Sicht, einen schädlichen Effekt für unseren Organismus. Mit der richtigen Dosierung und der regelmäßigen Zufuhr von Vitaminen kannst du dementsprechend dazu beitragen, deinen Lebensstil positiv zu verändern. Entsprechende Supplements, wie „My Daily Health – IMMUN“, können außerdem leichten Erkrankungen entgegenwirken und das Immunsystem stärken, bevor es geschwächt wird. Das setzt allerdings voraus, dass du deine Essgewohnheiten ausgewogen gestaltest und dich regelmäßig aktiv bewegst!

Tipp gegen Wechselwirkungen

Wenn du beim Einnehmen von Medikamenten auf Nummer sicher gehen willst, solltest du Grundsätzlich auf Trinkwasser (NICHT Mineralwasser) zurückgreifen! Außerdem wird in jeder Packungsbeilage immer der richtige Verzehr beschrieben. Ansonsten solltest du, im besten Fall, immer die Anweisung von deinem Arzt beherzigen. 

Hattest du bereits Erfahrung mit Wechselwirkungen? Schreib es unten in die Kommentare!

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